28. September 2015

„Damit man weiß, wozu man Englischunterricht hat“

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Der Sprachunterricht für unsere jüngeren Sprachschüler zielt darauf ab, positive Erfahrungen im Umgang mit der Fremdsprache zu sammeln und diese zu verstärken. Durch unseren Sprachunterricht sollen Kinder in erster Linie Berührungsängste und Sprachhemmungen mit der Fremdsprache abbauen.

Im Interview mit Tom erzählt Dr. Elke Wieczoreck, Akademische Leiterin bei Offaehrte Sprachreisen und IP International Projects, wie Kindern der ‚Sinn zum Lernen‘ auf ganz eigene Art und Weise näher gebracht wird.

Interview mit Dr. Elke Wieczoreck, Akademische Leiterin bei Offaehrte Sprachreisen und IP International Projects, vom 23.07.2015

Elke, was macht eine Academic Managerin?

Elke: „Ich bin Elke, ich arbeite seit 17 Jahren für IP. Ich habe schon in ganz vielen unterschiedlichen Bereichen gearbeitet. Ich habe meine Doktorarbeit über Zweitspracherwerb des Englischen geschrieben. Und irgendwann auch den akademischen Bereich für die Juniorkurse übernommen.“

Das heißt, du bist zuständig für die Sprachkurse?

Elke: „Wir haben das aufgeteilt. Ich mache die Sprachkurse für die Kids, also für die Jüngeren. Und für die Älteren, über 13-Jährigen, macht das eine Kollegin von mir in Bournemouth.“ (Das Interview mit Alicja Szyszkowiak findest du hier.)

Was ist dir wichtig bei den Sprachkursen? Was unterscheidet den Unterricht vom Unterricht in der Schule? Was sind die Hauptziele?

Elke: „Zum einen soll es sich dadurch unterscheiden, dass es animativ ist, interessanter, nicht langweilig, aufs Sprechen fokussiert, weil das das ist, was meistens zu kurz kommt in der Schule. Und dass es Themen behandelt, die die Kids auch interessieren. Also womit sie sich in ihrem alltäglichen Leben identifizieren: Musik, die sie hören, Sachen, die sie machen.“

Welche Inhalte und Fähigkeiten sollen vermittelt werden?

Elke: „An Kompetenzen vor allem die Sprachkompetenz des Sprechens. Klar, sie verfassen auch Sachen, schreiben Sachen, machen Projekte, erstellen Zeitungen und solche Sachen. Aber das allerwichtigste der Sprachkurse ist, dass sie tatsächlich ins Gespräch kommen, mit den anderen Kindern, mit Einheimischen. Einfach die Sprache auch anwenden, weil das meistens auch noch mal so‘n Kick gibt, dass man weiß, wozu man eigentlich Englischunterricht hat.“

Inwiefern unterscheidet sich der Unterricht hier von dem in der Schule?

Elke: „Ich glaube das wichtigste ist, dass sie hier merken, dass sie das, was sie lernen auch auch anwenden können und einen Sinn darin sehen, warum sie das lernen, was in der Schule oft fehlt.“

Das Motto von Offaehrte Sprachreisen ist ‚learn more than a language‘. Was bedeutet das für den Unterricht der jüngeren Schüler?

Elke: „Zum einen natürlich spielerisch interkulturelle Kompetenz zu erwerben, das heißt es sind nicht nur deutsche Kinder, sondern sie sind buntgemischt, was natürlich auch häufiger mal zu Problemen führt. Aber sie haben zum einen nur das Englische, um sich untereinander zu verständigen. Und im Unterricht werden eben oft auch Themen behandelt, wo sie ihre eigenen Erfahrungen von zuhause vorstellen können, so dass sie lernen, wie andere leben, was in anderen Ländern anders aus und auch offener und toleranter werden.“