14. September 2016

„Zu sehen, wie sie sich andere Nationalitäten öffnen, ist großartig!“

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supervisor_tanjaJedes Jahr treten nicht nur mehrere tausend Jugendliche die Reise mit Offaehrte nach England, Frankreich, Deutschland und in viele andere Länder der Welt an; auch Betreuer aus ganz Europa machen sich auf den Weg, um in einem internationalen Team eigene spannende Erfahrungen zu sammeln und deine Sprachreise zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Wie kommt man eigentlich zu Offaehrte Sprachreisen, was erlebt man dort als Betreuer und was bringt einem der Job persönlich? Im Interview gibt Tanja, die seit 2014 für Offaehrte arbeitet, spannende Antworten auf diese und weitere Fragen.

Wie bist du zu Offaehrte Sprachreisen gekommen?

2014 habe ich von Offaehrte durch eine Studenten-Job-Börse im Internet erfahren und war sofort begeistert. Ich fand die Vorstellung, meinen Sommer in England mit Kindern und Jugendlichen zu verbringen, und dabei noch Geld zu verdienen, einfach großartig!

Wie verliefen die Auswahl und Ausbildung?

Jede Menge Spaß beim Training der Offaehrte Betreuer in Ratzeburg

Jede Menge Spaß beim Training der Offaehrte-Betreuer in Ratzeburg

Ich habe mich online beworben und wurde danach zu einem 3-tägigen Training nach Deutschland eingeladen. Diese drei Tage waren sehr informativ, lustig und etwas ganz Besonderes. Ich habe so viele tolle Menschen aus verschiedenen Ländern kennengelernt, wir haben alles über unseren zukünftigen Job als Betreuer erfahren und hatten vor allem jede Menge Spaß zusammen.

Wo bist du für Offaehrte bisher gewesen?

Ich habe bis jetzt einen Sommer in Winchester und drei Sommer in Exeter verbracht.

Was war deine schönste Erfahrung bisher?

Es ist sehr schwer, eine einzige schöne Erfahrung zu finden. Jeder Moment mit den Jugendlichen und meinem Team ist etwas Besonderes. Ich würde sagen, dass die Freitagabende, wo die „Farewell Party“ stattfindet, die schönste und gleichzeitig auch die traurigste Erfahrung für mich ist. Zu sehen, wie stark die Schüler zusammengewachsen sind und Tränen vergießen, da sie bald alle wieder abreisen und sich voneinander trennen müssen, ist einerseits wunderschön, da es mir und dem gesamtem Team zeigt, dass wir einen guten Job gemacht haben, andererseits natürlich auch schwer für uns, da auch wir jeden einzelnen vermissen werden.

Konntest du schon mal einem Teilnehmer mit einem richtigen Problem helfen?

Arbeit mit Spaßfaktor als Betreuer bei Offaehrte

Arbeit mit Spaßfaktor

Es gab zum Glück noch nicht viele Probleme, jedoch gab es ein Mädchen, welches richtig starkes Heimweh hatte. Ich habe natürlich versucht, sie aufzubauen und ihr gut zuzusprechen, jedoch war sie anfangs eher weniger an meiner Hilfe interessiert und hat den ganzen Tag nur geweint. Wir haben dann am nächsten Tag einen Flashmob in der Stadt geplant und sie wollte eigentlich nicht daran teilnehmen, da sie lieber in ihrem Zimmer geblieben wäre und ihrer Meinung nach sowieso niemand ihr Freund sein wollte.

Ich habe dann aber sehr lange mit ihr geredet und konnte sie dazu überreden, mitzukommen und sich erstmal die Planung des Flashmobs anzusehen. Danach hätte sie immer noch entscheiden können, ob sie mitmachen möchte oder nicht. Wir haben uns dann alle getroffen, um den Flashmob mit den Kindern gemeinsam zu planen und auf einmal sah ich dieses Mädchen lachen und plaudern mit ein paar anderen unserer Mädels.  Es war so schön, sie lachen zu sehen. Natürlich hat sie danach auch beim Flashmob teilgenommen und von diesem Tag an hatte sie viele Freunde. Nach den zwei Wochen hat sie sogar total geweint, da sie noch nicht nach Hause fahren wollte.

Was passiert, wenn Kinder aus vielen Ländern aufeinander treffen?

Puh… reines Chaos. Aber gutes Chaos! Es ist so schön zu sehen, wenn zum Beispiel Kinder aus Deutschland auf einmal richtig aufblühen und Spaß mit Kindern aus Spanien, Frankreich, Saudi-Arabien, China, usw. haben!  Zu sehen, wie Kinder verschiedenster Nationalitäten sich anderen Nationalitäten gegenüber öffnen, ist einfach großartig.

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Reisen und neue Erfahrungen sammeln: Das gilt nicht nur für die Teilnehmer sondern auch für die Betreuer bei Offaehrte Sprachreisen

Sie haben Spaß am Gebrauch der englischen Sprache, denn nur so können sie mit ihren neuen Freunden kommunizieren und dadurch lernen sie so unheimlich viel, nicht nur über sich selbst, sondern auch über andere.

Das Motto von Offaehrte ist “Learn more than a language”. Was lernen die Sprachschüler denn außer der Sprache noch?

Die Sprachschüler lernen vor allem andere Schüler aus den verschiedensten Kulturen, mit den verschiedensten Persönlichkeiten kennen. Daher lernen die Schüler offen mit diesen umzugehen und Spaß daran zu haben, Englisch zu sprechen. Die Erfahrung und die persönliche Weiterentwicklung, die sie in den Camps machen, kann ihnen keiner mehr nehmen.

Was hat dir der Job bei Offaehrte Sprachreisen persönlich gebracht?

In den letzten Jahren mit Offaehrte habe ich sehr viel über mich selbst gelernt und viele positive Erfahrungen gemacht. Verantwortung zu übernehmen, spielt eine sehr große Rolle, da man nicht nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern auch für die Schüler. Du schaust, dass es ihnen zu jeder Tageszeit gut geht und sie Spaß haben. Es ist Wahnsinn, wie schnell man lernt, im Team zu arbeiten und sich auf andere einzustellen. Man ist niemals alleine und ich habe gelernt, dass man gemeinsam alles schaffen kann, ganz egal, wie schwer die Situation ist!