3. November 2012

Perspektivenwechsel im Klimacamp – ein Erfahrungsbericht

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Ein Artikel unseres Klimacampers David

Sonntag, 22.07.: Nachdem uns das Navigationsgerät an der Stadtgrenze von Bremerhaven im Stich ließ, haben wir uns auf die letzten Meter des Hinwegs noch verfahren. Das Havenhostel haben wir trotzdem gefunden. Hier wurde ich von Natalie (aus England) und Daphne (aus Canada) in Empfang genommen. Sie begrüßten mich – auf englisch natürlich – und führten mich zu einem Tisch voller Getränke und  Kuchen. „Help yourself“ sagten  sie und das tat ich.
Mein Zimmer im zweiten Stock hatte die Nummer 218 und wurde mittels Codekarte geöffnet.
Überhaupt ging vieles automatisch, wie zum  Beispiel die Eingangstür, die sich automatisch öffnet.
Gegen 17:30h startete das Welcome-Meeting, zu dem sich alle im Foyer trafen. Hier wurde der Ablaufplan der Woche durchgesprochen, bevor es zum Abendbrot ging. In einem der beiden Unterrichtszimmer gab es im Anschluß daran ein paar Spiele zum Kennenlernen, bevor die Nachtruhe begann.

Montag, 23.07.: Der heutige Tag  begann mit dem „placement-test“ in Englisch, um die Gruppeneinteilung vornehmen zu können. Während der Auswertung spielten wir vor dem Havenhostel Frisbee. Nach dem Mittagessen stand der erste Besuch des Klimahauses auf dem Programm. Hier reisten wir auf dem 8. Längengrad einmal um die Erde. Dabei „besuchten“ wir die Schweiz, Sardinien, Niger, Kamerun, Antarktis, Samoa, Alaska und die Nordsee-Halligen. Hierbei lernten wir, wie unterschiedlich die einzelnen Klimazonen/Menschen auf der Erde sein können. Am besten gefiel mir Sardinien, weil man eine Wiese aus der Perspektive einer Ameise betrachten konnte: ein Grashalm war dort 4 Meter groß! Der größte Temperatursprung war vom tropischen Regenwald in Kamerun in die Antarktis: von +30 auf -5 Grad!
Hinterher durften wir noch einen Blick in einen Bereich werfen, der für Besucher normalerweise nicht zugängig ist. Hier sahen wir Schlangen, Rochen, Korallen und andere Tiere, die in die normale Ausstellung noch nicht mit einbezogen wurden.
Der Tag endete mit einer Party Frisbee im Hof und ein wenig Fernsehen auf dem Zimmer.

Dienstag, 24.07.: Nachdem wir den Vormittags-Unterricht abgeschlossen und Mittag gegessen hatten gingen wir ins Alfred-Wegener-Institut, wo wir uns die Eiskammer anschauten. Dort werden Bohrkerne aus dem Eis der Antarktis gelagert und untersucht. Danach wurde uns ein Film über die neue Station in der Antarktis „Neumeyer III“ gezeigt.  Diese Station steht auf Stelzen, die hydraulisch angehoben werden können, damit die Station nicht unter den Schneemassen versinkt, wie die beiden Stationen „Neumeyer I & II“ vorher. Nach dem Film gab es eine Fragestunde mit einem Polarforscher, der dort arbeitet. Nach einer kleinen shopping-tour und anschließendem Abendessen gab es die Filmnacht mit den „Simpsons“.

Mittwoch, 25.07.: Als das Vormittagsprogramm in Englisch abgeschlossen war und wir Mittag gegessen hatten, amüsierten wir uns beim Hafen-Festival, einer Art Jahrmarkt mit vielen Verkaufsständen und ein paar Fahrgeschäften. In dieser Zeit lief im Havenhostel der „exeo-workshop“, bei dem es um den gemeinsamen Eigenbau eines Windrades ging. Nach einem opulenten Abendessen fuhren wir mit dem Bus zum Schwimmbad, wo wir noch viel Zeit zum Toben und Spaßhaben hatten.

Donnerstag, 26.07.: Ausgeschlafen und gut gelaunt begegneten wir dem neuen Tag mit 2 schönen Englischstunden, einem guten Frühstück und einem leckeren BBQ. Wir dachten uns:,, Nach einem so guten Start in den noch jungen Tag kann eigentlich nichts mehr schief gehen.“ So begann denn das Nachmittagsprogramm auch mit einem weiteren Besuch im Klimahaus. Wir schauten uns die Bereiche ,,Elemente,, und ,,Perspektiven,, an. Bei den (klassischen) Elementen Feuer (Sonne), Wasser, Erde (Stein) und Luft (Wind) ging es um Versuche, die die Bedeutung dieser Elemente für das Klima darstellten. Bei den Perspektiven ging es um die Sichtweise anderer Menschen über das Klima in ihrer Region.  Nach einem weiteren Besuch beim Hafenfestival und einem reichlich guten Abendessen  gingen wir auf unsere Zimmer und bereiteten uns auf die bevorstehende Quiz-night vor, bei der es um Fragen zum Klimahaus und zu Bremerhaven ging.

Freitag 27.07.: An diesem Tag verbrachten wir den zweiten Teil des Englisch-Unterrichtes wie üblich draußen hinter dem Havenhostel. Nach ein paar kleinen Spielen überlegten wir, wie wir den Abholtag ein wenig schöner gestalten konnten und entschieden uns für einen Sketch, den wir vor dem Mittagessen noch einübten. Nach dem Mittag gingen wir ein letztes Mal ins Klimahaus, wo wir eine Führung durch den Technik-Bereich bekamen. Dieser Tag endete wie immer mit einem leckeren Abendessen und an diesem Abend mit der Farewell Party.

Samstag 28.07.: Dieser Tag war, so dachten wir, wahrscheinlich für alle der Beste. Wir führten unseren Sketch vor und wurden schließlich alle nacheinander von unseren Eltern abgeholt. Die Rückfahrt allerdings habe ich wohl verschlafen.

Kommentar: Ich persönlich habe das Klima-Camp sehr genossen und eine Menge gelernt. Als Souvenir behalte ich nicht nur viele Fotos, sondern auch die „massive-talent-in-playing-frisbee-Urkunde“.