6. Januar 2011

Schülersprachreise England – Erfahrungsbericht Exeter

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Tabea Brauner, 15 Jahre, hat im letzen Sommer mit uns eine Schülersprachreise nach Exeter gemacht. Hier ihre Erfahrungen:

Wenn ich jetzt an Exeter denke, denke ich vor allem an die Freiheit.

Es sind Sommerferien. Wir fahren mit dem Reisebus nach England, da wir eine Sprachreise mit „Offaehrte“ machen. Am nächsten Morgen kommen wir völlig übermüdet endlich an. Wir schleppen uns mit der deutschen Reisegruppe hinein in die „IP Ocean Lounge“, wo wir erstmal Stunden lang auf die Schlüssel warten müssen. Als ich zum ersten Mal in mein Zimmer im „Collegehouse“ komme, trifft mich der Schlag. Ich habe zwar nichts Besonderes erwartet, aber es ist schon etwas klein auf den ersten Blick und an meine Wand sind Mittelfinger gekritzelt. Mmh okay, denke ich, wenigstens habe ich ein Bad mit Dusche. Der erste Tag zählt eigentlich nicht so richtig, weil da außer Schlafen und Essen nicht so viel los ist. Die erste Aktion, die ich mitmache ist der „Townwalk“. Exeter ist super schön! An dem Tag scheint die Sonne und wir legen uns auf den Rasen vor The Church of St. Peter. Dort lernen wir zwei der Leiter kennen, Deniz und Olli, die sehr lustig drauf sind.

Die Stadt ist wirklich nur 7 Minuten vom Campus entfernt. Auf dem Weg fahren immer wieder rote Doppeldeckerbusse an einem vorbei, die einen jedes Mal erschrecken. Bis man wirklich in der Stadt ist, kommt man an einem Kino und einem kleinen Fish n’ Chips Laden vorbei. In der Stadt gibt es so gut wie alles! Ganz viele Läden reihen sich aneinander und es ist ziemlich groß. Man findet schöne Cafés und Restaurants an ruhigen Plätzchen.

So, ich komme mal zum Campus: Also ich finde ihn wirklich sehr schön. In der Mitte liegt eine RIESEN Wiese, auf der man Volleyball oder andere Sportarten spielen kann, auf die man sich aber auch einfach mit Freunden legen kann, wenn man mal entspannen will. Augen zu, Sonne scheint dir ins Gesicht. So schön kann etwas so Einfaches sein. Natürlich bin ich nicht nach Exeter gefahren, um faul in der Sonne rumzuliegen! Es gibt immer irgendwelche Aktivitäten, bei denen man die anderen kennen lernen kann. Mir haben besonders die witzigen Parties Spaß gemacht, auf denen man sich auch oft verkleiden musste! Es ist aber nicht so, dass man alles mitmachen muss, wenn ich keine Lust hatte, habe ich einfach etwas mit Freunden gemacht. Ich glaube in der IP Ocean’ hab ich mich am meisten aufgehalten. Sie ist total gemütlich, in der Ecke stehen ganz viele Sessel, dann gibt es noch einen Billardtisch und eine Tischtennisplatte, an der wir sehr oft Turniere mit den Spaniern gespielt haben. Die Verständigung zwischen verschiedensprachigen Jugendlichen lief gut ab. Es war nicht so, dass die Deutschen und die Franzosen, Italiener, Spanier nur untereinander blieben. Alle hatten eigentlich immer ihren Spaß! (Ich jedenfalls) Irgendwann kam mir mein Zimmer auch gar nicht mehr winzig vor wie am Anfang, es war echt praktisch ein eigenes Bad zu haben und ich mochte mein Zimmer. Jetzt zum Essen: Das war natürlich wie erwartet nicht wirklich lecker und seeehr englisch. Außerdem musste man total lange anstehen, um sein Essen entgegenzunehmen. Dazu hatte man eine Karte, die von den Leitern jeden Tag bekritzelt wurde und die alle dauernd verloren haben. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, ich hatte Gott sei Dank nur Frühstück und Abendessen gebucht. Das Mittagessen bestand meistens aus einem Crépe, den ich in einem französischen Café mit meinem Bruder und einer Freundin aß, oder wir besorgten uns im Supermarkt irgendwas Leckeres. Wir freuten uns total über frische Erdbeeren, weil es beim Essen auf dem Campus nur Äpfel oder Bananen gab. Trotzdem war es auch ein bisschen nervig immer zum Mittagessen in die Stadt zu laufen.

Jetzt kommt das, was ich am Langweiligsten fand, na was wohl!? Die Schule… am ersten Schultag musste jeder einen Test machen und wurde dann in eine bestimmte Klasse eingeteilt. Die Lehrer waren Muttersprachler und verstanden auch kein Deutsch. Ich habe wie die meisten nur 3 Stunden Schule gewählt, nicht 4. Am Anfang fand ich den Unterricht ziemlich schwer, weil wir einen Klassenlehrer hatten, der uns mit Themen beschäftigte wie die Englische Sprache (aber in komplizierter, historischer Weise) oder die Ironie. Darüber mussten wir auch Texte schreiben, zum Beispiel schrieben wir über die drei verschiedenen Arten der Ironie. (Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, dass es da Unterschiede gab…) Die andern Lehrer (man hatte immer einmal den Klassenlehrer und zwei weitere) unterrichteten aber relativ leichten Stoff, der auch Spaß machte. In der zweiten Woche hatten wir glücklicherweise eine andere Klassenlehrerin namens Mac, die richtig cool war und immer zu spät in die Klasse kam, genau wie ich. Ziemlich praktisch für mich. Meistens war ich aber sehr müde von dem späten Abendprogramm und musste mich morgens mit leckerem Kaffee aus dem Campusladen wach kriegen. Denn um 9 begann der Unterricht und um 8 gab es schon Frühstück.

Das Beste am Unterricht war die halbstündige Pause, in der man die Freunde wieder sah. Bei Mac lernten wir aber auch Rollen für Theaterstücke, die wir uns selbst ausdachten. Das war echt lustig, ich machte mal mit einer Gruppe einen Krimi und am Ende waren alle tot. Insgesamt war die Schule am Unwichtigsten für mich. Ich glaube ich habe mehr beim Sprechen gelernt. Das hat es aber voll gebracht und ich habe mich in Englisch verbessert.

 

Jetzt noch mein Fazit: TaDAA: Ich würde die Sprachreise nach Exeter allen empfehlen, die Spaß haben und neue Leute kennen lernen wollen. Es ist eine einzigartige Erfahrung!!! Und du bist sooooo frei! IT’S TOTALLY FUN!

Hier gibt es mehr Infos über unsere Jugendsprachreisen England nach Exeter