10. Mai 2016

Der Sprachreisemarkt in Deutschland

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fragezeichenDer Sprachreisemarkt in Deutschland ist für Verbraucher schwer zu durchschauen. Sucht man im Internet z. B. nach „Schülersprachreisen“ erhält man über 100.000 Ergebnisse. Und der FDSV, der Fachverband Deutscher Sprachreise Veranstalter e.V., schätzt in seiner Marktanalyse 2016 „die Anzahl der Anbieter von Sprachreisen in Deutschland auf ca. 140. Darunter befinden sich aber lediglich ca. 70 professionelle Veranstalter, die nach dem deutschen Reiserecht arbeiten und über die gesetzlich vorgeschriebene Konkursausfallversicherung verfügen. Der Rest der Anbieter ist lediglich als Vermittler tätig und übernimmt keine Haftung für die gebuchten Reisen.“ Was heißt das eigentlich und wie finde ich den passenden Anbieter? In diesem Artikel stelle ich Ihnen die „Player“ im Bereich Sprachreisen vor.

Wie kommt eine Sprachschule an ihre Sprachschüler?

Als Sprachschüler besuchen Sie immer eine Sprachschule im Ausland. Bei diesen Sprachschulen handelt es sich fast immer um selbstständige Unternehmen, die die eigentliche Leistung für den Sprachschüler erbringen: Sie führen den Unterricht durch und organisieren das Freizeitprogramm. Sie vermitteln die Sprache und Kultur Ihres Landes und sind für den Sprachschüler die erste Anlaufstelle während des Auslandsaufenthalts. Darüber hinaus organisieren sie die Unterkunft, z.B. in einem Privathaushalt oder einem Studentenwohnheim.

Bestenfalls hat sich eine Sprachschule  ein weltumspannendes Netzwerk aus Vertriebspartnern aufgebaut. Sie arbeitet dann mit einem oder mehreren Sprachreiseveranstaltern in Deutschland (und vielen anderen Ländern) zusammen, die die Kurse der Sprachschule verkaufen. Der Sprachreiseveranstalter fungiert damit als Schnittstelle zwischen den Schulen und dem Endverbraucher. Der Sprachreiseveranstalter hat viele verschiedene Schulen besucht und die seiner Meinung nach besten Sprachschulen ausgewählt, die er nun seinen Kunden als Reiseziel anbietet. Er bündelt die ausgewählten Sprachschulen in einem Katalog oder auf seiner Internetseite, berät den Kunden bei der Auswahl der passenden Sprachreise, führt die Buchung durch und steht dem Sprachschüler für alle Fragen vor und nach der Reise zur Verfügung. Kurz: er ist Ansprechpartner und Vertragspartner des Kunden. Häufig organisiert er auch die An- und Abreise und vermittelt Versicherungen. Für seine Tätigkeiten erhält er übrigens von der Sprachschule eine Provision, durch die er sich finanziert.

Viele Reiseveranstalter arbeiten nun wiederum mit zahlreichen Vertriebspartnern zusammen (z.B. dem Reisebüro um die Ecke), die die Schulen des Veranstalters verkaufen. In diesem Fall haben Sie einen direkten Ansprechpartner Ihres Vertrauens vor Ort, der mit dem Sprachreiseveranstalter kommuniziert.

Darüber hinaus bieten viele Sprachschulen ihre Kurse direkt übers Internet an oder arbeiten mit so genannten Vermittlern zusammen, die die Reise im Namen der Sprachschule vertreiben. In diesem Fall kommunizieren Sie direkt mit Mitarbeitern der Sprachschule oder einem seiner Vermittler. In jedem Fall ist Ihr Vertragspartner aber die Sprachschule im Ausland.

Sprachreisemarkt in Deutschland

Wo soll man am Besten eine Sprachreise buchen?

Als Kunde können Sie den häufig identischen Sprachkurs einer Sprachschule also bei verschiedenen Anbieterarten buchen. Welcher Weg ist nun der Beste? Zunächst einmal könnte man denken, dass es am Besten sei, den Sprachkurs direkt bei der Sprachschule zu buchen. Dann erspart man sich lange Wege und ist dicht dran am Geschehen. Das ist prinzipiell auch erst mal richtig.

Allerdings sollten Sie wissen, dass Sie immer dann, wenn Sie Ihre Sprachreise bei einem Reiseveranstalter in Deutschland (oder bei einem seiner Vertriebspartner) buchen, durch das kundenfreundliche deutsche Reiserecht geschützt sind. Der Reiseveranstalter haftet nach deutschem Recht für die sorgfältige Auswahl der Leistungsträger (also der Sprachschulen) sowie für die ordentliche Durchführung der Sprachreise. Er organisiert zumeist die Anreise, so dass Sie alle Leistungen aus einer Hand erhalten. Er ist verpflichtet, alle erforderlichen Unterlagen in deutscher Sprache zur Verfügung zu stellen. Seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprechen deutschen Standards. Und auch Ihre Zahlungen sind über den Reisepreis-Sicherungsschein (Konkursausfallversicherung) abgesichert. Last but not least kann er bei eventuell auftretenden Problemen auch hier zur Rechenschaft gezogen werden. Gerichtsstand ist dann nämlich Deutschland.

Bei Buchung eines Sprachkurses direkt bei einer Sprachschule im Ausland (oder bei einem Vermittler der Sprachschule in Deutschland) schließen Sie den Vertrag hingegen immer nach dem Recht des Ziellandes ab und die oben genannten Vorteile gelten nicht.

Werfen Sie daher vor der Buchung immer einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters Ihrer Wahl. Der Veranstalter der Reise muss dort klar genannt sein. Nur Veranstalter mit Sitz in Deutschland unterliegen dem deutschen Reiserecht.

Und was ist mit Offaehrte?

Offaehrte Sprachreisen betreibt – wie einige andere Anbieter auch – eigene Sprachschulen in England, Frankreich und Deutschland. Nach obiger Logik ist Offaehrte damit ein Reiseveranstalter mit eigenen Sprachschulen. Das heißt für Sie: deutsches Reiserecht, kurze Wege und die Garantie für eine hohe Qualität, die wir in allen Bereichen direkt beeinflussen können.

Über diesen Artikel
Autor: Peter Rohlfs
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Dies ist ein Beitrag in unserer Reihe Sprachreisen im Vergleich

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Peter Rohlfs

Peter Rohlfs

Sprachreisen-Experte bei Offaehrte Sprachreisen
Schon immer hatte ich eine große Liebe zu Fremdsprachen: Heute spreche ich Englisch, Französisch und Italienisch, was mein Leben sehr bereichert. Zudem bin seit knapp 20 Jahren in der Sprachreisebranche tätig und helfe so auch anderen, sich persönlich zu entwickeln.
Peter Rohlfs