25. April 2016

Sprachreisen – ab welchem Alter?

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kinder-alter„Mein Sohn ist 12 Jahre alt. Kann ich ihn schon auf eine Sprachreise schicken?“ – „Meine Tochter ist 10 Jahre. Ist eine Sprachreise dann schon sinnvoll?“ Solche und ähnliche Fragen werden mir von Eltern immer wieder gestellt.

Grundsätzlich beantworte ich beide Fragen mit „Ja“. Schließlich ist es zum Sprachen lernen nie zu früh: Je jünger man ist, desto leichter fällt einem das Lernen!

Ich rate aber allen Eltern auch immer, folgende Punkte bei der Planung einer Schülersprachreise zu beachten:

Kinder nur für Sprachreisen anmelden, die für ihr Alter entwickelt wurden!

Ich beschäftige mich seit mehr als 15 Jahren mit Sprachreisen und habe an ungezählten Planungsrunden zur Programmgestaltung teilgenommen, in denen es um die passende Altersgruppe für einzelne Kursorte, Unterkünfte, Programmangebote und vieles mehr ging. Am Ende dieses oftmals langen und mühsamen Planungsprozesses stand immer die unserer Meinung nach beste Sprachreise für die jeweilige Altersgruppe, die alle Anforderungen von Schülern des entsprechenden Alters berücksichtigt.

So stellen wir sicher, dass unsere Kinder und Jugendlichen den Urlaub mit Gleichaltrigen an einem für sie geeigneten Ort verbringen und an einem altersgemäßen Unterricht und Freizeitprogramm teilnehmen. Auch die Betreuer vor Ort können auf die Anforderungen der jeweiligen Altersgruppe eingehen.

Selbstständigkeit ist wichtig, damit der Sprachaufenthalt problemfrei abläuft!

kinder-rausGanz selten mache ich die Erfahrung, dass Kinder noch nicht reif für einen Sprachurlaub sind. Von den mehreren Tausend Kindern, die pro Jahr mit uns auf Sprachreise gehen, haben nur ein oder zwei so große Probleme vor Ort, dass es sinnvoll ist, den Aufenthalt vorzeitig zu beenden. Das hat aber weniger mit dem Alter des Kindes oder Jugendlichen zu tun als mit dessen Persönlichkeit und Entwicklung.

Als Faustregel gilt: Kinder, die auf Sprachreise gehen möchten, sollten in der Lage sein, mindestens eine Woche in einer bisher fremden Umgebung zu verbringen. Und um sich in eine solch‘ ungewohnte Umgebung einzuleben, brauchen sie zudem ein gewisses Maß an Offenheit und Anpassungsfähigkeit.

Im Durchschnitt sind unsere Schüler in England zwischen 13 und 15 Jahre alt. Es gibt aber auch spezielle Sprachreisen für Kinder von 10-12 Jahren und Sprachreisen für Jugendliche ab 16, die der jeweiligen Altersgruppe gerecht werden. Für jüngere Kinder bieten sich zudem Sprachreisen in Deutschland an. Da ist die Umgebung noch etwas vertrauter als im Ausland, der Abstand zur Heimat noch nicht so groß und bei Heimweh und anderen Problemen, sind die Eltern schnell vor Ort.

Seitdem ich selbst Vater bin, stelle ich immer wieder fest, dass man den eigenen Kindern viel zu wenig zutraut. Eine Sprachreise kann daher auch für uns Eltern eine spannende Erfahrung werden. Lasst uns daher das Loslassen lernen – auch wenn es nicht leicht fällt! Sollten dann doch Probleme vor Ort auftauchen, lässt sich erfahrungsgemäß immer eine gute Lösung für alle Beteiligten finden.

Nur ein motiviertes Kind kann gut lernen!

Der wohl wichtigste Faktor für eine gelungene Sprachreise ist die Motivation. Ich erlebe es regelmäßig, dass die Idee zu einer Sprachreise von den Eltern kommt und nicht vom Schüler selbst ausgeht. Wenn Kinder Probleme beim Erlernen einer Fremdsprache haben, planen die Eltern eine Sprachreise, um das Kind zu fördern. Gelingt es den Eltern nicht, ihr Kind wirklich von den Sprachferien zu überzeugen, führt die Reise aber nur selten zum gewünschten Erfolg. Denn: Kinder und Jugendliche (und übrigens auch Erwachsene) lernen nur dann richtig gut, wenn sie das auch selbst möchten und von der Sprachreise überzeugt sind.

Falls Ihr Kind von der Idee einer Sprachreise zunächst weniger begeistert ist, können Sie ihm erklären, dass der Tag dabei nicht nur aus Lernen besteht und dass der Sprachunterricht ganz anders abläuft als in der Schule. Außerdem wird jeden Tag ein interessantes Freizeitprogramm angeboten, sodass auch jede Menge Zeit für Spaß mit neuen Freunden bleibt.

Vorkenntnisse in der Fremdsprache nicht so wichtig!

Eltern und Kinder sollten sich nicht zu viele Gedanken über das vorhandene Sprachniveau machen. Kenntnisse in der Fremdsprache sind zwar hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Im Ausland haben auch Leute mit guten Sprachkenntnissen in den ersten Tagen Anpassungsschwierigkeiten. Das gibt sich dann im Laufe der Zeit und irgendwann stellt die Fremdsprache gar kein Hindernis mehr da. Für Sprachanfänger und alle, die sich noch nicht so gut angepasst haben, sind bei einer Sprachreise immer Betreuer vor Ort, die helfen, sich zurecht zu finden.

Und was den Unterricht angeht, so baut er immer auf den bestehenden Sprachkenntnissen auf. In der Regel wird bei jeder Reise angegeben, für welches Sprachniveau ein Sprachkurs geeignet ist. Anfänger ohne Vorkenntnisse können natürlich ein Sprachcamp in Deutschland besuchen, aber auch an ausgewählten Sprachreisen nach England oder Frankreich teilnehmen. Und die ganz Kleinen (ab 2 Jahren) werden im Rahmen unserer Familiensprachreisen an die Fremdsprache herangeführt.

Das Sprachniveau wird immer anhand eines Einstufungstests am  ersten Schultag bestimmt. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht über die Sprachniveaus.

Über diesen Artikel
Autor: Peter Rohlfs
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Peter Rohlfs

Peter Rohlfs

Sprachreisen-Experte bei Offaehrte Sprachreisen
Schon immer hatte ich eine große Liebe zu Fremdsprachen: Heute spreche ich Englisch, Französisch und Italienisch, was mein Leben sehr bereichert. Zudem bin seit knapp 20 Jahren in der Sprachreisebranche tätig und helfe so auch anderen, sich persönlich zu entwickeln.
Peter Rohlfs