2. Oktober 2015

„Über die Sprache kulturelle Unterschiede spielend kennenlernen“

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jakubUnsere Betreuer haben mitunter die wichtigste Rolle auf deiner Sprachreise. Sie sind Freund, Vorbild und Wegweiser durch den Urlaub. Sie sind rund um die Uhr für dich da und gestalten – zusammen mit dir – ein abwechslungsreiches und vielfältiges Freizeitprogramm.

Im Interview mit unserem Programme Organizer Jakub erfährt Tom, worauf es dabei ankommt – und was ‚learn more than a language‘ für die tägliche Arbeit der Betreuer bedeutet.

 

Video:


Jakub Zimecki ist Programme Organizer bei Offaehrte Sprachreisen in Teignmouth (England) und gestaltet dort zusammen mit den anderen Betreuern und den Teilnehmern das Freizeitprogramm.

Jakub, was ist deine Postion in Teignmouth?

Jakub: „Hallo alle zuammen. Mein Name ist Jakub. Ich bin Programme Organizer hier in Teignmouth. Das bedeutet, ich bin verantwortlich für das Auswählen, Entwickeln, Erfinden von Programmpunkten für das Nachmittags- und Abendprogramm. Und für deren Durchführung. Außerdem dafür die besonderen Fähigkeiten von Betreuern und Kindern herauszufinden und insgesamt das Programm und die Atmosphäre hier bei uns zu gestalten.“

Was für Programmpunkte gibt es hier bei euch?

Jakub: „Wir bieten unseren Kids jeden Tag mindestens drei oder vier Nachmittagsaktivitäten, damit sie auswählen können, was sie machen wollen. Es gibt jeden Tag ein Sportangebot – für die, die Fußball spielen, sich fit halten, Touchball oder Volleyball spielen, oder auch eine andere Sportart machen wollen.

Dann gibt es immer etwas Kreatives  – für die Jüngeren. Do-it-Yourself: Souvenirs selber machen. Oder „Pimp your shirt“. Oder „Pimp your old shoes“,  Freundschaftsbänder knüpfen und solche Sachen. Außerdem bieten wir unseren Kids immer die Möglichkeit in die Stadt zu gehen oder an den Strand – für alle, die gerne shoppen.

Wenn ich Nachmittagsaktivitäten plane, spreche ich immer mit allen Betreuern. Wir machen ein Brainstorming. Denn manchmal haben wir Betreuer, die können Slacklining (Anmerkung der Redaktion: Slacklining ist eine Form des Seiltanzes) oder sind Trainer für Cheerleading oder Aquagym. Oder was auch immer.  Ich habe so viele Leute mit so vielen unterschiedlichen Talenten getroffen. Ich versuche immer, sie ins Programm einzubinden, so dass sie ihre Talente anwenden und zeigen können und sie den Kindern vermitteln.“

Auch abends gibt es ja immer ein Event, oder?

Jakub: „Ja. Heute Abend gibt es z. B. den „Fun Park“. Wir werden verschiedene Spiele in der IP Ocean Lounge und draußen anbieten, so was wie Dosenwerfen oder Eimertreffen. Wir werden Bingo spielen. Insgesamt werden wir sieben bis acht verschiedene Spiele haben und die Kids suchen aus, was sie machen wollen – und wir bespaßen sie so wie wir können.“

Das Motto von Offaehrte lautet ‚learn more than a language‘. Was heißt das für dich?

Jakub: „Das habe ich letztes Jahr erlebt. Und ich möchte das an dieser Geschichte erklären: Wir hatten eine Gruppe italienischer Kinder und eine große Gruppe französischer Kinder hier. Und die wollten Fußball spielen. Wir planten das Turnier für den Nachmittag. Und die wollten Frankreich gegen Italien spielen.  Ich brauchte eine halbe Stunde, um sie davon zu überzeugen, dass der Grund, warum sie hier sind ist, dass sie sich untereinander mischen, dass sie neue Freunde aus anderen Ländern kennenlernen. Dass sie eine Sprache benutzen sollen, nicht um Fähigkeiten zu zeigen, sondern um sie als Kommunikationsmittel einzusetzen – und um etwas über kulturelle Unterschiede zu lernen.  Wir versuchen also immer, Kids aus verschiedenen Ländern zu mischen und uns gegenseitig kennenzulernen: Wie geht das in deinem Land, wie in deinem?

Also: immer wenn es um verschiedene Aktionen geht, wie Fußball spielen oder abends eine Chaosrallye machen, dann ist ein Bestandteil des internationalen Lernens auch immer, wie das jeweilige Spiel in den unterschiedlichen Ländern gespielt wird.

Außerdem wachsen hier alle ganz eng zusammen. Und der beste Moment des Aufenthalts ist immer die letzte Farewell Party, wenn plötzlich alle anfangen zu weinen, sich zu umarmen, Geschenke und Andenken auszutauschen. Für mich ist das immer der Moment, in dem ich fühle, dass ich einen guten Job gemacht habe.“

 

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