Sprachurlaub Spanien - Landeskundliche Informationen
Allgemeines
Geschichtliches
Religion
Feiertage
Sprache
Klima
Zeitverschiebung
Gesundheistwesen in Spanien
Telefonieren
Post
Adapter
Preisniveau in Spanien
Land und Leute
Essen und Trinken
Reiseknigge
Spanien - die iberische Halbinsel
Spanien bildet zusammen mit Portugal und den Kleinstaaten Andorra und Gibraltar die Iberische Halbinsel. Das Land ist gebirgig und liegt im Durchschnitt 610m über dem Meeresspiegel. Zentralspanien wird beherrscht durch die Meseta, ein ca. 600-800m hoch gelegenes großes Plateau in dessen Zentrum die Hauptstadt Madrid liegt. Im Nordosten, an der Grenze zu Frankreich, befindet sich der Gebirgszug der Pyrenäen mit Gipfeln bis zu 3.355m Höhe. Im Süden befindet sich mit der Sierra Nevada das Gebirge mit den höchsten Bergen auf dem Festland von Spanien (Mulhacén 3.478 m).
Sieben Achtel der Iberischen Halbinsel sind vom Meer umgeben. Spanien besitzt über 3.500 km Küstenlinie. Im Norden teilt sich Spanien mit Frankreich den Golf von Biskaya, im Westen befindet sich der Atlantik und im Südosten grenzt das Mittelmeer in sechs Küstenabschnitten (Costa Brava bis zur Costa de la Luz) an das spanische Festland. Zum Staatsgebiet von Spanien gehören auch die im Mittelmeer gelegenen Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und die Kanarischen Inseln (Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro) vor der Westküste Afrikas. Beide Inselgruppen gehören zu den beliebtesten Urlaubs- und Ferienzielen Europas.
Weiter gehören noch einige kleine Enklaven in Nordafrika zu Spanien. Sie sind Überreste des spanischen Kolonialreiches. Das sollte man für einen Sprachurlaub in Spanien wissen.
Geschichtliches
Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Die frühesten Zeugnisse von Ureinwohnern der Iberischen Halbinsel sind Höhlenzeichnungen aus der paläolithischen Epoche. Die Phönizier gründeten um 1.100 v. Chr. erste Handelsniederlassungen an der Küste, z.B. an der Stelle des heutigen Cádiz. Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen).
In der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. begannen die Kartharger auf die Halbinsel vorzudringen und gründeten um 230 v. Chr. die Stadt Barcelona. Ab 200 v. Chr. fiel das Land an die Römer, die es 600 Jahre in Besitz nahmen. Nach kurzer Herrschaft der Westgoten zogen 711 Araber über die Meerenge von Gibraltar und eroberten in Kürze die gesamte Halbinsel. Erst 1479 gelang mit der Eroberung Granadas die Reconquista, die vollständige Rückeroberung durch die christlichen Heere.
Die Ehe zwischen Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien begründete 1492 den spanischen Nationalstaat. Im selben Jahr begründete der von den Herrschern unterstützte Christoph Columbus mit der Entdeckung Amerikas die spanische Vorherrschaft zur See. Durch die vernichtende Niederlage der Spanischen Armada gegen die Engländer im Jahr 1588 verlor Spanien seine Vormachtstellung in Europa. Bis 1815 kam es zu einem erbitterten Unabhängigkeitskampf der Spanier von den Franzosen, der mit der Einführung einer liberalen Verfassung endete. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts lösten sich die lateinamerikanischen Kolonien von Spanien. Während des Ersten Weltkrieges blieb Spanien neutral. 1923 bis 1930 wurde Spanien nach einem Militärputsch von einem Direktorium ohne Parlament regiert. Danach wurde in Spanien die Zweite Republik ausgerufen. 1936 putschte sich der faschistische General Franco an die Macht. Der sich anschließende Spanische Bürgerkrieg, der von 1936 bis 1939 dauerte, wurde von den Faschisten gewonnen. Zwei Jahre nach Francos Tod im Jahr 1975 folgten die ersten freien Wahlen seit 1936. 1982 trat Spanien der NATO bei, und seit 1986 ist es Vollmitglied der Europäischen Union.
Religion
Etwa 97 Prozent der Spanier bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben. Es gibt kleinere Gemeinden von Protestanten, Juden und Muslimen.
Feiertage
1. Jan. Neujahr
6. Jan. Dreikönigsfest
19. März St. Josefs-Tag
Gründonnerstag, Karfreitag
1. Mai Tag der Arbeit
15. Aug. Mariä Himmelfahrt
12. Okt. Nationalfeiertag
1. Nov. Allerheiligen
6. Dez. Tag der Verfassung
8. Dez. Mariä Empfängnis
25. Dez. Weihnachten
Sprache
In Spanien werden in den unterschiedlichsten Regionen verschiedene regionale Dialekte gesprochen. Der Dialekt der Region Kastillien (Castellano) ist verfassungsmäßige Staatssprache. Daneben haben Katalanisch, Baskisch und Galizisch offiziellen Rang in der betreffenden Region.
Klima
Das Klima schwankt zwischen gemäßigt im Norden bis heiß und trocken im Süden. April bis Oktober ist die beste Reisezeit, für Madrid Frühling und Herbst. Im Hochsommer kann es vor allem im Landesinneren sehr heiß werden, im Winter hingegen speziell im Norden und auf dem Zentralplateau recht kalt.
Zeitverschiebung
Spanien hat keine Abweichung zur MEZ, die auch für Deutschland gilt. Die Kanarischen Inseln haben stets MEZ minus eine Stunde.
Gesundheitswesen in Spanien
Auch in Spanien ist die neue EU Krankenversicherungskarte EHIC (European Health Insurance Card) eingeführt worden. Sie ist gültig für die Notfallversorgung vor Ort und bei der Weiterbehandlung chronischer Erkrankungen. Dennoch müssen Behandlungen und Medikamente in der Regel vor Ort bezahlt werden. Die Quittungen können bei der Krankenkasse in Deutschland eingereicht werden.
Telefonieren
Die öffentlichen Telefone funktionieren mit Münzen und Wertkarten der Telefónica, die man in den Tabakläden kaufen kann. Landesvorwahl ist die 0034. Für Gespräche nach Deutschland wählt man die 0049 plus die Ortsvorwahl ohne die „0“.
Beim Benutzen des eigenen Handys sollte man immer bedenken, dass man es vorher vom Anbieter fürs Roaming freischalten lassen muss und dass es ziemlich teuer ist, das Handy im Ausland zu nutzen (man trägt die Kosten für eingehende und ausgehende Gespräche).
Post
Die Briefzustellung ist relativ gut. Luftpostsendungen im innereuropäischen Postverkehr sind etwa 5 Tage unterwegs.
Adapter
Normalerweise herrschen auch in Spanien 220 Volt Wechselstrom. Fast überall werden Euro-Steckdosen verwendet. Sollte man doch einen Adapter benötigen, ist dieser vor Ort im Fachhandel erhältlich.
Preisniveau in Spanien
In Spanien ist im Gesamtschnitt das Preisniveau etwas geringer als in der BRD. In den Ferienhochburgen kehrt sich dies allerdings oft um.
Land und Leute
Der Stierkampf ist eine alte, tiefverwurzelte und ebenso umstrittene Tradition in Spanien, die ursprünglich aus Andalusien stammt. Die Stierkampfsaison wird zu Ostern eröffnet, Beginn der Vorstellungen ist im Sommer 18 Uhr, im Herbst 17 Uhr. Die schönste und berühmteste Stierkampfarena befindet sich in Sevilla. Das Herkunftsland des Flamenco ist ebenfalls Andalusien. Hier ließen sich im 15. Jahrhundert die Gitanos nieder. Anfangs bedeutete Flamenco lediglich eine Art von Gesang (cante), später kamen der Tanz (baile) und die Gitarrenmusik hinzu.
Essen und Trinken
Essgewohnheiten und Essenszeiten in Spanien unterscheiden sich von denen in Zentraleuropa. Die vielfältige und gute Küche sowie die gesellige Art der Spanier lädt überall zum Schlemmen ein. Die Mittelmeerküche basiert auf Weizen, Oliven und Wein, kombiniert mit Beilagen wie Reis, Hülsenfrüchten, Knoblauch, Gemüse, Käse, Fisch, Fleisch, Eiern und Früchten. Weiterhin gibt es verschiedene regionale Küchen, die durch die bewegte Geschichte Spaniens beeinflusst wurden.
Frühstück: Üblich ist der Morgencafe, den es in Spanien in jeder Bar oder Café in den folgenden Formen gibt: Espresso (café solo), Espresso mit einem Schuss Milch (cortado), Milchkaffee (café con leche), Espresso mit einem Schuss Brandy (carajillo) Dazu isst man in der Regel nichts. Höchstens süße Teilchen, einen Toastman oder gebackene Teigringe (churros).
Mittag: Die Hauptmahlzeit ist in Spanien das meist mit der Familie während der Siesta eingenommene Mittagessen zwischen 14 und 16 Uhr. Bis zum späten Abend bekommt man in nicht-touristischen Gegenden allerdings kaum etwas anderes wie eine Zwischenmahlzeit (z.B. Tapas oder süße Teilchen). Meist gibt es auch ein Tagesmenü mit reduzierten Preisen.
Abendessen: Das weniger üppige Abendessen wird in Spanien meist sehr spät eingenommen. Auch in Touristenregionen wird das Abendessen oft nicht vor 19.30 oder 20.00 Uhr angeboten.
Getränke: Neben Wasser (agua) ist Wein (vino) in Spanien ein zu den Mahlzeiten beliebtes Getränk. Weit verbreitet beim „etwas Trinken“ sind auch Bier (cerveza), eine Erdmandelmilch (horchata) oder Limonensaft mit Eissplittern (granizado). Cava ist eine katalanische Sekt-Spezialität, die auch exportiert wird. In Andalusien werden auch weitere Spezialitäten wie Sherry oder Brandy hergestellt.
Spanien hat ein großes Angebot an ausgezeichneten Mineralwassern. Sehr beliebt sind Lanjarón (mit oder ohne Kohlensäure) aus der gleichnamigen Stadt, Vichy Catalan, Malavella und Font Vella.
Reiseknigge
In Spanien ist das Schulterklopfen durchaus üblich. Außer in Südspanien, wo es allgemein etwas steifer zugeht, redet man sich schnell mit dem Vornamen an. In Spanien gehen die Menschen gerne und oft gemeinsam Essen. Beachten sollte man dabei unbedingt die späten Essenszeiten. Beim Sightseeing ist korrekte Kleidung angebracht, für Frauen ist in den Kirchen sogar oft Kopftuch angesagt. Badekleidung gehört ohne Ausnahme an den Strand. Im Restaurant sind 10-15% Trinkgeld üblich. Wenn der Kellner das Wechselgeld zurückbringt, lässt der Gast das Trinkgeld liegen. Als äußerst unhöflich gilt es jedoch, Kleinstbeträge wie Zwei- oder Fünf-Cent-Stücke liegen zu lassen. Im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet.
Ein Rauchverbot gilt in öffentlichen Einrichtungen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Telefonzellen und Räumen, in denen sich Geldautomaten befinden. Das Rauchverbot gilt zudem in allen gastronomischen Einrichtungen, wobei Gasträume ab einer Fläche von hundert Quadratmetern mit einer streng abgetrennten Raucherzone ausgestattet werden dürfen. In kleineren Kneipen entscheidet der Wirt, ob das Rauchen erlaubt oder verboten ist.
In touristischen Ballungszentren gehören Diebstähle zum Alltag. Man sollte daher sein Geld immer direkt am Körper tragen und keine Wertsachen offen im Auto zurück lassen. Bitte beim Sprachurlaub in Spanien nicht vergessen!
Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Kelten und die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. Die frühesten Zeugnisse von Ureinwohnern der Iberischen Halbinsel sind Höhlenzeichnungen aus der paläolithischen Epoche. Die Phönizier gründeten um 1.100 v. Chr. erste Handelsniederlassungen an der Küste, z.B. an der Stelle des heutigen Cádiz. Die Bezeichnung Spanien leitet sich von der römischen Bezeichnung "Hispania" ab (phönizisch "Küste der Klippschliefer"; was die Phönizier für Klippschliefer hielten, waren in Wirklichkeit Kaninchen). 
